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6. Januar 2011 / Pascal Tannich

Von Geburt an diskriminiert

Offensichtlich hat es die Evolution so vorgesehen, dass Männer – natürlich männliche Babys – eine besser zusammengesetzte Muttermilch erhalten als ihre weiblichen Konkurrentinnen an der Zitze.

Gestern sah ich einen auf den ersten Blick ansprechenden Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Verfasst hat ihn Nike Heinen, Wissenschaftsjournalistin (Biochemikerin).

Folgender Satz ließ mich doch etwas schmunzeln:

„Er [Carlito Lebrilla] fand heraus, dass Mütter ihrer Milch ein komplexes Sortiment aus etwa 200 verschiedenen Zuckerketten beimischen.“

Wie habe ich mir das vorzustellen. Die Mutter steht morgens im Bad – schüttelt sich und rüttelt sich – und fertig … ta daa …  Shake à la protéine.

Naja, mir soll’s Recht sein. Ich durfte ja schließlich von den ausgewählten Nährstoffen einer meist gut gefüllten Bar profitieren. Vielen Dank noch einmal auf diesem Weg.

Ich danke meiner Mutter auch dafür, dass sie mit ihrer Milch ermöglichte, dass ich vor Durchfallkrankheiten verschont blieb – zumindest habe ich keine bleibenden Erinnerungen – und mein Immunsystem auch sonst ein sehr stabiles ist.

Meine Mutter sorgte dafür, dass Bifidobacterium long um infanti Nahrung erhielt (es ist ein echter Muttermilchfan und fraß den bösen Durchfallbakterien den Milchzucker weg und sorgte so für meine gesunde Verdauung).

Übrigens: Makaken stressen ihre Kinder per Muttermilch. Was soll das denn heißen? Ganz einfach: Mittels Cortisol (Stresshormon) machen Makakenmamis ihre Jungs aggressiv, damit sie sich später durchsetzen und viele Nachkommen zeugen können.

Ich schließe mich Heinen an: Auch wenn dieser Zusammenhang beim Menschen noch nicht erwiesen ist. Warum sollte es bei uns anders sein?

Ich jedenfalls kenne einige Exemplare, die zu viel Cortisol abgekriegt haben.

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  1. Tastenfee / Jan 8 2011 22:01

    Und was passiert bei zweieiigen Zwillingen unterschiedlichen Geschechts?! Der Onkel Dr. Kinderarzt glaubt nicht an diese Geschichte!

  2. sporti1304 / Jan 6 2011 23:41

    Lass das bloß nicht Alice Schwarzer hören, sonst beschwert sie sich entweder bei den Pharmaunternehmen/Pharmaunternehmerin oder aber bei Gott/Göttin himself.

    • Pascal / Jan 6 2011 23:54

      Aber es wäre eine geniale Idee für Hipp, milupa & Co.:

      „Intelligenzmilch – jetzt auch für Mädchen“ – dafür stehe ich mit meinem Namen;-)

      Wahlweise auch: „Soll’s ihm später nicht an Durchsetzungsvermögen fehlen? – Tausende Mütter vertrauen auf milupa-Aggressionsmilch.“

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