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11. Dezember 2010 / Pascal Tannich

Die Hesse … kaufe‘ ei‘

Es ist Samstagvormittag. Man weiß: Das ist nicht der Zeitpunkt zum Einkaufen – und doch trifft sich die Stadt im Supermarkt.

Besonders unangenehm kann ein solcher Vormittag sein, wenn man auch noch bei feinstem Nieselregen mit dem Fahrrad zum Supermarkt unterwegs ist. Und man zusätzlich mit durch tauenden Schneematsch beträchtlich suboptimal ausgeprägter Traktion des Fahrrads zu kämpfen hat. Aber über das Wetter regt man sich nicht auf (siehe Dalai Lama letzter Artikel).

Wer aber seinen Einkaufswagen mit offenen Augen und Ohren durch die Gänge des Supermarkts schiebt, während er seinen Einkauf zusammenstellt, kann allerhand Unterhaltsames aufschnappen. Da verliert der weibliche Teil eines Pärchens die Orientierung auf der Suche nach dem richtigen Saft oder ein Kunde legt sich mit der Kassiererin an. Kunde und Kassiererin kennen sich. Dennoch führen in hessischem Dialekt geäußerte „Beschimpfungen“ doch zu vereinzelten Irritationen im hinteren Teil der Schlange an der Kasse. Schließlich ist „jetz‘ abe‘ zaggisch, isch will heut‘ no hoim“ wohl kaum gesellschaftlich normierter Smalltalk mit einer Supermarktkassiererin.

Der gebürtige Schwabe schweigt und genießt, ist er sich doch der Eigenheiten deutscher Dialekte bewusst. Außerdem machen das notwendige Übel des Einkaufens und der verregnete Heimweg mit einem Lächeln doch gleich viel mehr Spaß.

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